Wie man ein Projekt für sich selbst aussucht?

Um ein gutes Projekt zu finden, muss man ausführlich die eigenen Erwartungen und Vorstellungen bezüglich des Hausbaus analysieren und dann den Bedürfnissen der Familie und den Finanzmöglichkeiten gegenüberstellen. Ein Haus baut man gewöhnlich einmal im Leben, deswegen sollte man sich darüber im Klaren sein und sich Zeit für eine gute Analyse nehmen, um später das Projekt nicht ändern zu müssen, was immer seinem Image schadet.

Wir haben uns entschlossen, Ihnen nahezulegen, worauf sollen Sie bei der Projektsuche des Hauses achten sollten, damit es sich um eine dauerhafte und gelungene Investition handelt

1) HAUSGRÖßE

Die Grundrichtlinie bei der Suche eines Hausbauprojektes für die Familie ist seine Fläche. Das ist die Grundinformation, die bei jedem Projekt im Katalog angegeben ist. Die Wohnfläche des Hauses ist von den Bedingungen des Grundstücks, den Bedürfnissen von jedem Hausbewohner sowie unseren Finanzmöglichkeiten abhängig. Die Kosten sind natürlich abhängig von Technologien, der Ausführung der Bauarbeiten sowie der Region.

Man sollte auch berücksichtigen, dass die Familienbedürfnisse sich oft ändern, deswegen muss man außer an die Sicherstellung eines Arbeits- und Erholungsortes für jedes Familienmitglied auch an andere Umstände denken, wie z.B. die Notwendigkeit der Elternbetreuung in der Zukunft oder die Aufnahme der zukünftigen Familie eines eigenen Kindes. Ein kleines Haus, bei dem die Möglichkeit der Adaption des Dachgeschosses besteht, ist für eine Familie mit kleinen Kindern und begrenzten Finanzmöglichkeiten ideal. Das ist auch eine gute Lösung für Personen, die schon erwachsene Kinder haben. Ein zu großes Haus kann in der Zukunft kompliziert und auch kostspielig im Unterhalt werden. Man kann den späteren Verkauf des Hauses oder die Vermietung eines Teils der Räumlichkeiten Erwägung ziehen. Es lohnt sich auch darauf zu achten ob z.B das Projekt den Anbau einer Garage berücksichtigt, oder ob es sich dabei um ein separates Gebäude auf dem Grundstück handelt, dessen Bau im zweiten Teil der Investition realisiert wird.

2) INNENPLANUNG

Bei der Suche nach dem geeigneten Projekt sollte man besonders auf die Innenplanung achten, umso mehr, da die entworfenen Häuser mit unterschiedlichen praktischen Programmen ausgestattet sind. Es sollte also kein Problem darstellen, etwas Passendes für zu finden.

Offizieller Bereich

Der Hauseingang muss bequem sein, die minimale Fläche sollte sich für Gästeempfang und -einführung eignen, also ca. 1,25 x 1,40 m² betragen, es lohnt sich ebenfalls dort sofort Schränke einzuplanen. Weiter befindet sich in der Regel ein Flur oder eine Halle.

Es wird angenommen, dass die gesamte Fläche aller Flure, der Halle und dem Windfang ca. 15% der gesamten Fläche des Einfamilienhauses betragen sollte. In Projekten kann man allerlei einfallsreiche Arten, diesen Raum zu nutzen, erkennen.

Tagesbereich

In der Regel wird er als Einzelraum entworfen, so dass die Familie so oft wie möglich unter sich bleibt. Die Küche hat einen offenen Zugang zum Esszimmer, wenn sie nicht groß genug ist, um dort einen Tisch aufzustellen. Es gibt mehrere Argumente, um sie in der Nähe des Eingangs zu planen. Eine gute Lösung für die Küche ist es, den Zugang sowohl von der Halle als auch vom Wohnbereich zu ermöglichen. Es ist sehr wichtig, dass der Wohnbereich räumlich gut gestaltet und gut beleuchtet ist, gewöhnlich reicht eine zusätzliche Terrassentür.

Nachtbereich

Wenn das Haus ein Dachgeschoss hat, befindet sich dort auch die Nachtzone. In ebenerdigen Häusern wird in der Regel der Tagesbereich durch einen Flur vom Nachtbereich getrennt. In diesem Bereich befinden sich Bad, Schlafzimmer und Arbeitszimmer. Es wäre sinnvoll, Raum für eine gemeinsame Garderobe zu berücksichtigen.

In der Praxis bewährt sich der Besitz eines Zimmers, welches als zusätzliches Schlafzimmer, Gästezimmer oder Büro dient. Wenn das Haus keinen Keller hat, muss man Räumlichkeiten für Technik und Lagerung, wie Heizraum, Wasserversorgungsanlage, Vorratskammer, Wäsche- und Trockenraum berücksichtigen.

Die vernünftigen Standardflächen eines Einfamilienhauses für Menschen mit durchschnittlichen Ansprüchen: Küche 10 - 15 m², separates Esszimmer ca. 12 m², Wohnzimmer ab 20 m², Elternschlafzimmer 11 - 13 m², Schlafräume für Kinder 8 - 15 m², Gästezimmer 7 - 10 m², Bad 4 - 8 m², Wäsche- und Trockenraum 3 m².

Die vorgestellten Projekte im Katalog beinhalten Musterarrangements. Das gibt eine Vorstellung davon, wie groß die Räumlichkeiten im Verhältnis zu den Abmessungen von typischen Möbeln sind. Von großer Bedeutung für die Raumplanung ist auch die Fensterverteilung und die Form des Raumes.

3) ENTSPRICHT DER HAUSPROJEKT DER GRUNDSTÜCKSNORM

Im Katalog geben wir die Größe des minimalen Grundstücks an. Wir zeigen, wie das Haus platziert sein sollte, um den Anforderungen des Baurechts bei der Einhaltung der am häufigsten auftretenden Baubegrenzungslinie gerecht zu werden. Bei der Projektsuche lohnt es sich, auf die Bebauungsfläche zu achten. Sie ermöglicht zu beurteilen, wie viele freie Fläche vom Grundstück nach dem Hausbau für den Garten übrig bleibt. Eine ungünstige Bebauungsfläche ist eine solche, die 40% der Grundstücksfläche übersteigt. Es wird angenommen, dass die minimale Grundstücksfläche für ein Einfamilienhaus 450 m² beträgt, wobei die Breite nicht kürzer als 14 m sein darf.

Vor dem Projektkauf sollt man sich mit dem „Entschluss über Bebauungsbedingungen und Bebauungsplan“, der lokalen Behörde vertraut machen. Dieser Entschluss beinhaltet die Information, ob das Grundstück für den Bau von Einfamilienhäusern geeignet ist. Diesem Dokument kann man auch entnehmen, welche minimale Entfernung das Haus zur Straße haben sollte (Baubegrenzungslinie), welche Außenmaße die Bebauung haben sollte sowie welchen maximalen Prozentsatz die Bebauung darstellen darf.

Bei der Projektsuche lohnt sich auch darauf zu achten, in welche Richtung das Haus „offen“ sein soll. Von der Vorderseite, also von der Straße her, sind gewöhnlich Eingang, Diele, Küche, hauswirtschaftliche Räume und von der Gartenseite Wohnzimmer mit Terrasse und Schlafzimmer platziert. Das ist sehr wichtig für den Nutzungskomfort. Man darf nicht vergessen, dass immer ein Spiegelbild des Projekts angeboten wird, wenn das Haus uns also gefällt, aber nicht zum Grundstück passt, kann das originale Projekt bestellt werden.

4) RICHTIGE SONNENBESTRAHLUNG

Die optimale Häuserrichtung im Bezug zu den Himmelsrichtungen: Vorderfassade Richtung Norden (oder Abweichung zur Nordostachse) und Gartenfassade Richtung Süden (oder südwestlich). Natürlich ist das nicht immer möglich, aber sollte man daran denken, dass die Häuserrichtung im Bezug zu den Himmelsrichtungen wichtig ist, weil wir so in der entsprechenden Jahreszeit die richtige Sonnenbestrahlung haben.

Das Grundstück liegt mit der Einfahrt von der nördlichen Seite (Straßenrichtung Ost – West). Das ist eine sehr vorteilhafte Grundstückslage. Ein solches Projekt lässt sich problemlos finden.

Das Grundstück liegt mit der Einfahrt von der südlichen Seite (Straßenrichtung Ost – West). Ein ansprechendes Projekt ist ein Solches, in welchem sich das Wohnzimmer in der Ecke des Hauses befindet und durch Fenster, die zu beiden Seiten gehen, beleuchtet wird. Auf einem großen Grundstück ist es angebracht, dass das Haus etwas ins Innere gebaut wird – denn der Garten vor dem Haus wird richtig sonnenbestrahlt.

Das Grundstück liegt mit der Einfahrt von der östlichen Seite (Straßenrichtung Nord – Süd). Der Garten wird vorteilhaft sonnenbestrahlt und bei der Projektsuche sollten keine Probleme auftreten.

Das Grundstück liegt mit der Einfahrt von der westlichen Seite (Straßenrichtung Ost – West). Es wird von Vorteil, das Haus nah an der nördlichen Grundstücksgrenze oder in der Nähe der nordöstlichen Ecke zu planen, damit sich der Tagesbereich des Hauses an der südlichen und teilweise westlichen Seite befindet – was für ihn vorteilhaft sein wird.

5) WORAUS UND WIE MAN BAUEN SOLL

Bei den typischen Projekten schlagen wir sowohl technische als auch Materiallösungen vor. Um die Dokumentation des Projekts vollumfänglich auszunutzen, müsste das Haus plangemäß d.h. auch mit den vorgeschlagenen Materialien und in der angegebenen Technologie gebaut werden. Deswegen ist es sehr wichtig zu überlegen, wie das Haus gebaut wird. Es gibt einige Möglichkeiten: entweder stellen wir eine Firma ein, die das Haus schlüsselfertig baut, oder wir suchen für jede Arbeit entsprechende Ausführende, eventuell kann man während des Baus auch Eigenleistungen berücksichtigen. Alle Entscheidungen sind natürlich von den finanziellen Möglichkeiten abhängig.

Im Moment, wo wir uns für ein Projekt aus dem Katalog entscheiden, bleiben wir nicht auf uns selbst gestellt. Es lohnt sich, mit dem Architekten zu sprechen, ihn über Erwartungen und Pläne bezüglich des Eigenheims zu informieren und er hilft mit Sicherheit, ein entsprechendes Projekt auszusuchen. Er baut seine berufliche Erfahrung auf vielen solcher Gespräche auf. Es ist sinnvoll, seinen Vorschlägen und Ratschlägen zu folgen.